Elisa Jäger

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Elisa Jäger

Biographie

Gymnasium mit Abitur in Französisch, Geographie, Mathematik, Physik (9/1998 - 7/2007)

09/1998 - 07/2007: Gymnasium mit Abitur in Französisch, Geographie, Mathematik und Physik

Bereits zu dieser Zeit hatte ich ein großes Interesse an fremden Ländern und Kulturen und wollte mehr über die Welt erfahren. Daher war für mich Geographie schon immer eines der interessantesten Schulfächer. Auch Sprachen sollten daher nicht zu kurz kommen, und da meine Englischkenntnisse bereits relativ gut waren, wählte ich Franzöisch als Abiturfach, um auch noch in einer zweiten Sprache meine Kenntnisse auszubauen und zu vertiefen. Abgesehen davon liebte ich naturwissenschaftliche Zusammenhänge und konnte eine große Begeisterung für Mathematik und Physik aufbringen, ja wählte sogar Atomphysik als Abiturschwerpunkt.

09/2007 - 07/2009: Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print bei Groh Verlag GmbH

08/2008 - 09/2008: Reise nach Kalifornien über joinmytrip (siehe Interview Zeit)

Diese Reise war ein großes Abenteuer. Schon seit vor meinem Abitur wollte ich unbedingt einmal eine längere Reise außerhalb von Europa machen. Da jedoch keiner aus meinem Bekanntenkreis seit dem Abitur weder die Zeit noch das Geld aufbringen konnte, entschied ich mich für ein Abenteuer. Ich fing an übers Internet nach Reisepartnerschaften zu suchen, und auch nach Inspirationen für Reiseziele. Es standen eine Fahrradreise in Kuba und eine Gruppenreise mit Zelt und Mietwagen durch den Westen der USA zur Auswahl. Ich entschied mich letztendlich für die USA, da ich ein richtig gutes Gefühl bei der Gruppenzusammensetzung hatte. Es bewahrheitete sich auch, wir waren eine unglaublich tolle Reisegruppe, so gut, dass der Gründer von joinmytrip uns danach gleich mehrere Interviewtermine organisierte, da wir eine der ersten richtig erfolgreichen Reisepartnerschaften waren, die sich über seine Homepage kennengelernt hatten. Aber abgesehen von der tollen menschlichen Erfahrung, die wir einen Monat lang in dieser Gruppe erlebten, obwohl wir uns am Flughafen das erste Mal im wirklichen Leben trafen, war es für mich auch die erste Reise „alleine“. Ich kam schon im Vorfeld häufiger an die Grenzen meiner Komfortzone, da mir es damals noch viel schwerer fiel und ich es einfach noch nicht gewohnt war, auf neue Leute zuzugehen und mich sofort auf eine neue Situation einzulassen. Bei der ganzen Reise habe ich diese Grenzen sehr oft überschritten und dabei wirklich ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Eine der tollsten Erfahrungen war eine Nacht auf dem wirklich riesigen Grundstück eines Ehepaars, die wir an einem Tag bei ziemlich aussichtsloser Campingplatzsuche (da alles voll war) angesprochen haben und die uns sofort zum BBQ und anschließender Übernachtung einluden. Es war ein so schöner und unerwarteter Abend, dass wir bis heute noch in Briefkontakt stehen!

10/2009 - 07/2014: Studium Betriebswirtschaftslehre an der Humboldt Universität zu Berlin

2010: Studentische Aushilfe bei Mediamarkt Neukölln
Ein an sich sehr eintöniger Job, an der Kasse eines so großen Marktes zu arbeiten, aber es war eigentlich super interessant! Neukölln als Immigrations-Brennpunkt Berlins war der Grund für diesen interessanten Arbeitsalltag. Es kamen jeden Tag andere Leute aus den unterschiedlichsten Kulturen, jedes Mal eine neue Herausforderung, eine andere Sprache, eine andere Mentalität. In vielen Kulturen ist es beispielsweise üblich seinen Wohlstand durch Bargeld auszudrücken, so sah ich mich recht häufig in der Situation an die 5000€ in Scheinen aus der Hosentasche des Käufers für ein tolles neues Elektrogerät in die Hand gedrückt zu bekommen. Die Arbeit kam mir jedes Mal wie eine kleine Reise durch verschiedenste Länder und Kulturen vor und ich konnte nach einer Weile verstehen, warum der Personalchef mich beim Vorstellungsgespräch gefragt hatte, ob ich mir bewusst bin über die Entscheidung speziell in Neukölln zu arbeiten und ob ich mir dies zutraue.

10/2009 - 07/2011: Mentorin für ausländische Studenten, KUSTOS, interkulturelle Workshops

12/2011 - 02/2012:

"Choose Life not Drugs"-Projekt in Mauritius, internationales Projektteam, über AIESEC Mauritius war vom ersten bis zum letzten Moment eine tolle Erfahrung. Ich fühlte mich von der ersten Sekunde auf dem Boden der Insel richtig wohl und zuhause. Alle Menschen sind dort sehr offen und hilfsbereit, man hat schon fast das Gefühl, man gehört direkt überall zur Familie. Für das Projekt waren wir 12 Leute zwischen 18 und 24 aus der ganzen Welt! Europa war in der Gruppe nur zweimal vertreten, ansonsten war es Brasilien, Indien, Hong Kong, Kenia und Ägypten, eine wirklich spannende Zusammensetzung. Ich habe dort zum ersten Mal gelernt, dass ich wirklich gut mit Menschen aus so verschiedenen Ländern und Kulturen zusammenleben und –arbeiten kann. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, dass wir trotz unterschiedlicher Denkweisen und Kulturen doch alle so gut zusammengepasst haben. Da wir alle in einem Haus gewohnt haben, in wahnsinnig chaotischen und schlechten Zuständen (nur nachts fließendes Wasser, mit bis zu sechs Leuten pro Zimmer, brauchten wir jemanden, der die „Hausleitung“ übernimmt. Das war ich. Es war zeitweise äußerst schwierig, so viele Leute zu etwas zu motivieren und Konflikte zu klären, aber insgesamt habe ich dabei viel gelernt und es hat letztendlich immer funktioniert.

04/2012 - 07/2012: Mitglied bei AIESEC in Berlin, External Relations

10/2012 - 02/2013: Teilnahme am Seminar Social Entrepreneurship

An einem der vielen Motivationstiefpunkte in meinem Studium, bei denen ich das gesamte Vorlesungsverzeichnis (auch in den anderen Fächern) nach wirklich interessanten Kursen durchsuchte, die zu mir passen, entdeckte ich den Kurs „Social Entrepreneurship – wie kann ich die Welt verändern“. Er war mit einem tollen Video beworben und ich konnte sofort merken, dass die Dozenten jung und motiviert waren und ich dort vielleicht wirklich endlich mal interessante ANWENDBARE Sachen lernen kann. Also bin ich hingegangen. Am ersten Abend schon machten wir das Kurskonzept im Schnelldurchlauf einmal durch und konnten schon sehen, was alles auf uns zukommen würde. Und noch wichtiger, die Kursleiter hatten tatsächlich ein Unternehmen in diesem Bereich gegründet, welches erfolgreich lief und waren dabei das nächste zu gründen. Das Feuer sprang direkt über und ich ging unglaublich motiviert nach Hause. Ich verpasste keinen Seminartermin und quälte mich Samstag und Sonntag Morgen freiwillig früh aus dem Bett, machte Hausaufgaben direkt am ersten Tag und traf mich mit meinen Kursteilnehmern, um in unserer Freizeit noch weiter an den Projekten zu arbeiten.

01/2013 - 08/2013: Projekt „DinnerDose“ & Stipendium Social Impact Lab (gefördert durch SAP und BMFE)

In dem Seminar Social Entrepreneurship entwickelten wir mit Hilfe der Design Thinking-Methode eine Idee, die den Menschen das Bewusstsein für Lebensmittel wieder näher gebracht werden sollte und das der heutigen Zeit angemessen. Sprich, das Produkt musste einfach, schnell zubereitet, ohne Reste kochbar und spontan zum Beispiel nach der Arbeit im Supermarkt erhältlich sein. Daraus entstand die sogenannte „DinnerDose“, eine Dose (oder eigentlich eine Tüte) mit einfachem, aber raffinierten/ausgefallenen Rezept für 1 oder 2 Personen und den dazu nötigen portionierten Zutaten. Wir bewarben uns als vierköpfiges Team beim Social Impact Lab in Berlin, welches Stipendien an Unternehmensgründer herausgibt. Das Lab wird gefördert von SAP und dem Bundesministerium für Forschung und Entwicklung, als Stipendiat erhält man somit abgesehen von einem umfassenden internen Coaching und Betreuung bzw. Unterstützung durch Events und Weiterbildungen auch externes Mentoring von SAP direkt. Nach zahlreichen Bewerbungsrunden, Pitches vor großem Publikum und Prüfung unserer Idee und unseres Teams von einer erfahrenen Jury wurden wir letztendlich in das Stipendienprogramm als eines von zehn Gründerteams aufgenommen.

Soweit bestand die Arbeit hauptsächlich in der Konzeptausarbeitung und Bewerbungsvorbereitung, nun mit Aufnahme in das Social Impact Lab wurden wir sofort mit den tiefergehenden Herausforderungen einer Gründung konfrontiert. Gleich zwei Teammitgliedern wurde es zu diesem Zeitpunkt zu ernst, sie bevorzugten die Arbeit an einem Studentenprojekt, wollten jedoch darüber hinaus nicht weitermachen. Es gab also einen Wechsel, die beiden verließen uns und wir bekamen gleichzeitig jemand Neuen hinzu. Da wir nun „der harte Kern“ des Projektes waren, fingen wir richtig an zu arbeiten. Wir hatten regelmäßige Treffen mit unseren Coaches sowie der Mentorin, die uns dabei halfen, die Idee zu überarbeiten, an den Markt anzupassen, uns als Team zu strukturieren und zu organisieren und eine Strategie zu entwickeln. Da wir nicht vorhatten, Geld in das Projekt zu stecken, solange noch keine Umsätze in Sicht waren, schafften wir uns einen Kreis an Leuten, die uns unterstützten mit kreativer Hilfe z.B. fürs Logo, Hilfe seitens Produktentwicklung, indem wir uns kochbegeisterte und -erfahrene Leute suchten und einen Kreis an Produkttestern und Kritikern, die uns bei der Entwicklung begleiteten. Wir besuchten viele Trainings und Events, teilweise von SAP und dem Social Impact Lab organisiert, teilweise privatere Veranstaltungen, stellten dort unser Produkt vor und erhielten Feedback und konnten viele hilfreiche Kontakte knüpfen. Nach einer Weile hatten wir quasi unseren eigenen Fanclub, Leute, die so überzeugt und motiviert von unserer Idee und der Arbeit daran waren, ja fast schon etwas neidisch darauf, dass wir an „so etwas Tollem“ arbeiteten.

Hier jedoch begannen die Probleme. Wir waren an sich ein gutes Team, verstanden uns hervorragend und arbeiteten gerne zusammen, jedoch konnten wir uns über Visionen, konkrete Ziele, Arbeitsorganisation und Teamstruktur nie einig werden. Wie uns von der Jury schon bei der Bewerbung prophezeit wurde, gab es diese Art Probleme sehr häufig in studentischen Teams. Wir versuchten vieles, um die „Beziehung“ wieder hinzubekommen, fuhren gemeinsam zu unserer Mentorin in die SAP-Zentrale und hatten verzweifelte Gespräche über Motivation und Arbeitsziele. Es half jedoch alles nichts. Wir trafen also gemeinsam die Entscheidung, die Zusammenarbeit zu beenden und das Projekt auf Eis zu legen. Es war eine unglaublich schwere und traurige Entscheidung. Wir hatten mehr als acht Monate unsere ganze Zeit und unser Herzblut in etwas hineingesteckt, das Studium, die Freunde und jegliche sonstige Verpflichtungen komplett in den Hintergrund gestellt und an ein großes Ziel geglaubt. Wir hatten während der ganzen Zeit immer wieder das Gefühl, dass wir wirklich an „was Großem“ arbeiten könnten, etwas was in den nächsten Jahren unser Job werden könnte, wir damit Geld verdienen könnten, ja vielleicht sogar irgendwann einmal viel Geld. Es kam jedoch nicht in Frage es auf diese Art und Weise noch weiterzuführen. Es wäre zum Scheitern verurteilt gewesen. Alles in allem haben wir trotzdem alle drei so viele Erfahrungen damit gesammelt, wir haben so vieles gelernt und konnten so vieles ausprobieren. Die Herausforderungen des Projekts anzunehmen und mit ihnen zu wachsen, das war unglaublich lehrreich und spannend. Wir waren übrigens das einige Projekt, was sich „getraut“ hat, nach dem Seminar wirklich aktiv daran weiterzuarbeiten und das Ziel hatte, die Theorie in die Realität umzusetzen.

09/2013 - 11/2013: Praktikum im Community- und Brandmanagement bei Nonabox, Madrid

11/2013 - 02/2014: Intensivsprachkurs Portugiesisch in Lissabon

01/2014 - 04/2014: Bachelorarbeit in Entrepreneurship und Innovationsmanagement

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